5. Jugendpresseseminar in Hessen
Zum 5. Mal fand ein Jugendpresseseminar in Hessen statt, ursprünglich initiiert von dem US-Generalkonsulat in Frankfurt und der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung. Dieses Jahr waren auch die Jugendpresse Hessen, die Atlantische Akademie in Kaiserslautern und die Friedtjof-Nansen-Akademie in Ingelheim dabei. Zum ersten Mal wurde das Seminar von Rheinland-Pfälzischen Akademien mitveranstaltet und die Teilnehmer reisten auch aus Rheinland-Pfalz an.
Ich hatte die Chance, am 17. und 18. September an genau diesem Seminar teilzunehmen. Es fand in Wiesbaden-Naurod in den Konferenzräumen des Wilhelm-Kempf-Hauses statt.
Das Seminar wurde auf englischer Sprache durchgeführt. Am Samstag und Sonntag referierten Professor Paul S. Rundquist und Doktor Steven Bloom zum Thema “Global Player USA: Grundlagen und Herausforderungen der amerikanischen Außenpolitik” vor etwa zwanzig Teilnehmern. Ihre Vortäge waren sehr interessant und ich habe wirklich viel über die Politik in Amerika erfahren. Ich möchte aber nicht weiter auf ihre Präsentationen eingehen, denn ich möchte vor allem vom Vortrag von Andreas Ross erzählen.
Andreas Ross ist Journalist bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und erzählte uns am Samstagabend seinem Beruf als Journalist. Er erklärte uns allgemeine Dinge über seinen Beruf, worüber er schreibt und was er alles erledigen muss. Er ist für die politischen Beiträge in der FAZ zuständig, er schreibt zum Beispiel über Amerika oder auch die Niederlande.
Als Journalist ist man mal im Ausland, um zu erfahren, was dort passiert, oder man reist im Inland umher oder telefoniert, um mit den Menschen zu reden. Aber man ist als Journalist nicht ständg auf Achse. Oft sitzt man auch in der Redaktion und liest oder verbessert die Texte anderer. Es kommt immer darauf an wieviel zu tun ist, denn es ist themenabhängig, ob gerade viel passiert. Das A und O als Journalist ist natürlich, immer bestens informiert zu sein. Deshalb sollte man auch immer Zeitung lesen.
Wovon er sich entschieden distanziert, sind die vielen Umschreibungen die mittlerweile immer wieder benutzt werden. Zum Beispiel findet er es unsinnig, eine Wahl als “Urnengang” zu beschreiben. Außerdem geht ihm der Satz “irgendwo bellt ein Hund” total auf die Nerven. Diese Floskeln machen einen Artikel nicht besser, findet er.
Auf die Frage, ob er es jemandem empfehlen würde, Journalist zu werden, antwortet er: “Ich würde es niemandem nicht empfehlen.” und er sagt, “Reich wird man nicht, aber man lernt schon einige coole Leute kennen. Möglichst schnell Geld verdienen und einen bequemen Job zu haben … so ist das nicht.”
Ich glaube ich habe von dem Seminar viel für meine Zukunft mitgenommen, vorallem in schulischer Sicht. Zum einen konnte ich mal wieder mein Englisch außerhalb des Unterichts einsetzen, weil wir ja quasi dazu gezwungen waren, wenn mir mit den Referenten geredet haben Des Weiteren habe ich mein politisches Wissen aufpoliert.
Ich würde es echt jedem empfehlen, an so einem Seminar teilzunehmen, wenn sich die Gelegenheit bietet.
Und hier noch ein paar Aussagen und Zitate, die ich aus diesem Wochenende mitnehme:
Andreas Ross:
“Studiert nur das, was euch wirklich interessiert!”
Steven Bloom:
“Cameras always lie!”
“What we learn from history is that we don’t learn anything from history.”
“If it bleeds, it leads.”
“There are no facts, there are only interpretations.”
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